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Zeichen tiefer Dankbarkeit

Prof. Dr. med. Martin Lacher war 2017 Teil eines Einsatzteams in Tansania.

Während sich in anderen Gegenden der Welt Nachrichten am schnellsten über Medien und soziale Netzwerke verbreiten, streut man wichtige Informationen in Ifunda, im Südwesten Tansanias, am besten über die Kanzel. Im sonntäglichen Gottesdienst hatte der Pfarrer verkündet, dass bald ein Team mit deutschen Ärzten anreisen würde, und schon verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer.

Als Dr. Gabriel Tewes und Prof. Dr. med. Martin Lacher am 4. Februar 2017 zusammen mit einem 6-köpfigen Team (zusätzlich gehörten dazu ein dritter Kinderchirurg, ein Anästhesist, eine Anästhesie-Schwester, eine OP-Schwester und eine Instensivschwester) seinen Hilfseinsatz in Ifunda antrat, hatten sich bereits lange Warteschlangen vor dem kleinen Krankenhaus des Ortes gebildet. Eltern waren mit ihren Kindern teilweise bis zu 800 Kilometern gereist, damit sie von einem deutschen Arzt untersucht werden konnten.
Das Gebäude besitzt zwar zwei Operationssäle, 18 Betten und auch mehrere einheimische Krankenschwestern und Hebammen. Doch bislang fehlten noch gut ausgebildete Ärzte. Deshalb behandelte das Ärzte-Team in zwei Wochen 363 Kinder, 64 Kinder wurden operiert.

Der Einsatz der Ärzte war zwar unentgeltlich, doch den Eltern war es immer wieder eine Herzensangelegenheit, etwas für die Hilfe zu schenken. So bekamen die Deutschen vier Hühner, einen Fisch und zahlreiche Eier überreicht. Dabei muss man wissen: Ein Huhn gilt dort als ungemein wertvoll, gibt es doch immer wieder Eier und kann dadurch Menschen versorgen. Ein Zeichen also von unendlicher Dankbarkeit, das Prof. Dr. med. Martin Lacher und seine Kollegen richtig einzuschätzen wissen.

(Quelle: WA / Hammer Forum )